Nordamerika

US-Verkehrsministerium ändert Richtlinie über "Tiere zur emotionalen Unterstützung" in Flugzeugen

In den USA dürfen Fluggäste Tiere als emotionale Unterstützung kostenfrei an Bord mitnehmen. Airlines prangern die Praktik jedoch als Missbrauch an. Das US-Verkehrsministerium setzt nun mit einer Neuregelung der kostenlosen Mitnahme von Schweinen und Ponys ein Ende.
US-Verkehrsministerium ändert Richtlinie über "Tiere zur emotionalen Unterstützung" in FlugzeugenQuelle: Reuters © Carlo Allegri

In den USA ist es Fluggästen erlaubt, ein Pony oder ein Schwein als emotionale Unterstützung in die Flugzeugkabine kostenfrei mitzunehmen. Bald ist aber Schluss damit. Das US-Verkehrsministerium hat am Mittwoch neue Richtlinien veröffentlicht, nach deren Inkrafttreten zum Jahresende nur noch Hunde als sogenannte Diensttiere von den Fluggesellschaften akzeptiert werden müssen. Dabei handelt es sich beispielsweise um Blindenhunde:

"Diese endgültige Regelung definiert ein Diensttier als einen Hund, unabhängig von Rasse oder Art, der individuell ausgebildet wurde, um Arbeiten oder Aufgaben zum Nutzen einer berechtigten Person mit einer Behinderung auszuführen."

Andere Tiere, die von Passagieren zur "emotionalen Unterstützung" mit an Bord genommen werden, dürfen von den Fluggesellschaften künftig als "Haustiere" eingestuft werden. Damit wird die Mitnahme dieser Tiere kostenpflichtig. Auch Miniaturpferde sind dann nicht mehr an Bord zugelassen. Das Ministerium begründet es damit, dass sie sich anders als beispielsweise Hunde nicht im Fußraum hinlegen können. Als Assistenztiere kommen Miniaturpferde etwa bei sehbehinderten Menschen zum Einsatz, die Hunde aus religiösen Gründen ablehnen oder gegen sie allergisch sind.

In der vorherigen Regelung des Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2003 war verankert, dass zu den Diensttieren (Service Animals) auch Tiere gehören, die nicht für eine besondere Aufgabe ausgebildet sind, sogenannte Emotional Support Animals. Sie sollen ihre Besitzer, die beispielsweise unter Angstattacken oder Depressionen leiden, durch ihre Anwesenheit in der Kabine emotional stützen. Voraussetzung ist die Bescheinigung eines Arztes oder Psychologen, dass der oder die Betroffene aus psychologischen Gründen auf das Tier angewiesen ist.

Welche Arten zu den Emotional Support Animals zählen, wurde im Jahr 2003 nicht definiert. Das Verkehrsministerium legte damals nur fest, dass "unübliche Service Animals", die ein Sicherheits- oder Gesundheitsrisiko darstellen, nicht transportiert werden müssen:

"Schlangen und andere Reptilien, Frettchen, Nagetiere und Spinnen fallen sicherlich in diese Kategorie von Tieren."

In den USA machten daher wiederholt skurrile Vorfälle mit Tieren, die man gemeinhin nicht mit auf Reisen nimmt, Schlagzeilen. So verweigerte beispielsweise die Fluglinie United im Februar 2018 einem Pfau das Boarding, da die Airline ihn für zu schwer und zu groß befand. Fluggesellschaften prangerten die Praktik als Missbrauch an und äußerten den Verdacht, dass Besitzer ihre Haustiere umdeklarierten, um sie kostenlos an Bord mitnehmen zu können.

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(rt/dpa)

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