
Moskau: Baltische Länder stellen ihren Luftraum für ukrainische Angriffe auf Russland zur Verfügung

Lettland und andere Länder des Baltikums haben den Luftraum für ukrainische Angriffe auf Russland zur Verfügung gestellt. Dies erklärte Michail Galusin, der stellvertretende Außenminister Russlands, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Im Luftraum der baltischen Republiken seien nach seinen Angaben Luftkorridore eingerichtet, die Kiew für Attacken auf Objekte der zivilen Infrastruktur auf russischem Gebiet bereits verwendet habe. Moskau sollen "verifizierte Daten" als Bestätigung vorliegen.

Die Pläne Lettlands zum Bau einer Drohnenfabrik für die Ukraine an der Grenze bezeichnete Galusin als Provokation. Das Vorhaben passe perfekt zur anhaltend feindseligen Politik der baltischen Republiken gegenüber Russland. Während die russische Armee die Militärinfrastruktur der Ukraine effektiv zerstört und außer Betrieb setze, sei die Verlagerung der Rüstungsproduktion ins Ausland für das Kiewer Regime sinnvoll.
Gleichzeitig verfolge das Baltikum eigennützige Ziele, und zwar die Beteiligung an den Militärbudgets inmitten der Militarisierung der Europäischen Union und die Erlangung geopolitischer Bedeutung an der NATO-Ostflanke, führte der stellvertretende Minister aus.
In den vergangenen Wochen waren mehrere ukrainische Drohnen in den baltischen Staaten abgestürzt. Am 29. Juni erklärte der estnische Außenminister Margus Tsahkna, dies sei ein Preis, der im Konflikt mit Russland zu zahlen sei. Tallinn sei zwar von der Lage nicht begeistert, wolle aber die Ukraine nicht auffordern, damit aufzuhören.
Sergei Schoigu, der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, erklärte zuvor, dass ukrainische Drohnenangriffe gegen Russland über Finnland und die baltischen Staaten erfolgten. Er führte dies auf die Unwirksamkeit westlicher Luftverteidigungssysteme oder die Bereitstellung des Luftraums durch diese Länder zurück.
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