Liveticker Ukraine-Krieg – Russlands ABC-Abwehr: Kiew produzierte Kampfstoffe bei Awdejewka

8.07.2024 17:38 Uhr
17:38 Uhr
Warschau könnte MiG-Flugzeuge an Kiew übergeben, wenn NATO sie durch andere Maschinen ersetzt

Archivbild: Zwei MiG 29-Kampfflugzeuge nehmen an einer NATO-Übung in Zentralpolen teil.RADOSLAW JOZWIAK / AFP Polen könnte erwägen, seine Kampfflugzeuge vom Typ MiG an die Ukraine zu liefen, wenn die NATO-Mitgliedsstaaten Warschau die Möglichkeit geben, sie durch andere Maschinen zu ersetzen. Dies erklärte der polnische Premierminister Donald Tusk auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij.
Heute sei die Übergabe für Warschau unmöglich, da die MiGs an dem NATO-Programm Air Policing zur Luftüberwachung in Polen beteiligt seien, führte Tusk aus. Sobald eine Lösung gefunden sei, bei der ein Gleichgewicht gewahrt bleibe, werde er die polnische Militärführung überzeugen, diese umzusetzen, fügte der Premier hinzu. Und weiter:
"Aber ich betone, dass dies nicht auf Kosten der polnischen Sicherheit umgesetzt werden kann."
17:21 Uhr
Selenskij: USA, China und EU, nicht Ungarn, können im Konflikt mit Russland vermitteln
Ungarn kann keine Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt spielen, erklärt Präsident Wladimir Selenskij bei einer Pressekonferenz mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk. Selenskij zufolge könne sich gar kein Land allein um die Lösung des Konflikts bemühen:
"Nur starke Bündnisse können vermitteln, die ganze Welt kann Russland dazu bringen, diesen Krieg zu beenden. Es geht nicht um Vermittlung, es geht um Möglichkeiten."
Zu diesen Möglichkeiten zählt Selenskij eine Wirtschaft, die großen Einfluss auf Russland habe, oder eine Armee, die stärker als die russische sei und die Putin fürchte. Nur wenigen Ländern weltweit stünden diese Möglichkeiten zur Verfügung:
"Gibt es eine Menge solcher Länder weltweit? Nur wenige. Ich glaube, die USA sind ein solches Land, China und die EU. Nicht ein EU-Land, sondern die ganze Union."
Um Druck auf Russland auszuüben und Putin zu stoppen, sollte man die Kräfte bündeln, da Putin keinen Respekt vor Schwäche habe, führte Selenskij weiter aus.
16:47 Uhr
"Friedensmission 3.0" – Orbáns Überraschungsbesuch in China

Dieses vom Büro des ungarischen Premierministers veröffentlichte Foto zeigt den chinesischen Präsidenten Xi Jinping (2. v. r.), seine Frau und den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán (r.), 08.07.24VIVIEN CHER BENKO / HUNGARIAN PRIME MINISTER'S OFFICE / AFP / AFP Der ungarische Premierminister ist nach seinen jüngsten Besuchen in Kiew und Moskau gestern überraschend in Peking gelandet. Auf dem X-Portal benannte Orbán seine Anwesenheit als "Friedensmission 3.0".
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16:20 Uhr
Verteidigungsministerium: Ukraine produzierte Kampfstoffe in einem Labor bei Awdejewka

Der Hauptsitz des russischen Verteidigungsministeriums in MoskauNatalja Seliwerstowa / Sputnik In einem bei Awdejewka entdeckten Biolabor der Streitkräfte der Ukraine sind allgemeintoxische Kampfstoffe produziert worden. Dies erklärt der Chef der russischen ABC-Truppen, Generalleutnant Igor Kirillow, bei einer Pressekonferenz in Moskau. Bei Untersuchungen in dem Labor seien Spuren von Substanzen wie Natriumcyanid, Schwefelsäure und Cyanidanion gefunden worden. Kirillow erinnert daran, dass ein Stoff dieser Gruppe, und zwar Blausäure, auf der Liste der verbotenen Substanzen der Chemiewaffenkonvention stehe. Die Funde ließen vermuten, dass das ukrainische Militär in dieser Einrichtung giftige Kampfstoffe hergestellt habe.
Das Kiewer Regime verletze regelmäßig die Chemiewaffenkonvention, erklärte Kirillow weiter. Im Laufe der militärischen Sonderoperation seien bislang mehr als 400 Fälle verzeichnet worden, in denen Kiew toxische Substanzen eingesetzt habe. Hierbei handele es sich zumeist um nichttödliche Stoffe, wie etwa Reizstoffe. Häufig kämen aber auch giftigere Kampfstoffe, und zwar Chlorcyan und Blausäure, zum Einsatz.
Deutschland, die USA und die Ukraine zusammen mit Vertretern der Organisation für das Verbot chemischer Waffen sollen sich Kirillow zufolge aktuell darauf vorbereiten, Russland erneut des Einsatzes chemischer Waffen zu beschuldigen.
Eine "unabhängige Seite" schlage vor, entsprechende Ermittlungen einzuleiten und die Beweismittel dafür zu fälschen. Zu diesem Zweck habe Washington bereits rund 400.000 US-Dollar bereitgestellt. Gleichzeitig sei die Organisation für das Verbot chemischer Waffen angewiesen worden, auf die Verstöße der Ukraine gegen die Konventionen, über die Russland spreche, nicht zu reagieren.
16:03 Uhr
DVR-Oberhaupt meldet Vorrücken russischer Streitkräfte bei Gorlowka
Denis Puschilin, der Chef der Volksrepublik Donezk, gibt bekannt, dass das russische Militär dabei sei, in der Nähe von Gorlowka systematisch vorzurücken. Gegenüber dem russischen Staatssender Rossija-24 sagte er hierzu, dass damit die Frontlinie von der Stadt wegverschoben werde, die täglich von ukrainischen Einheiten beschossen werde.
Die Befreiung der Ortschaften bei Gorlowka trage dazu bei, dass die Zahl der Angriffe auf diese Stadt deutlich zurückgehen werde, meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Bezugnahme auf die Sicherheitsbehörden in der DVR.
15:41 Uhr
Russische Mehrfachraketenwerfer eliminieren gegnerische Stellungen (Video)
Einheiten des Truppenverbands West zerstören weiterhin Stellungen der ukrainischen Armee samt Personal und Ausrüstung. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilt ein entsprechendes Video auf Telegram. Wie es heißt, sorgen die Besatzungen der Grad-Mehrfachraketenwerfer für einen sicheren Vormarsch der russischen Truppen.
"Unsere Artilleristen verfügen über reichlich Munition, Proviant, Ausrüstung und Wasser, was man von dem Gegner nicht behaupten kann", gibt die russische Behörde bekannt.
15:16 Uhr
Kiews Truppen greifen mehrere Ortschaften am linken Dnjepr-Ufer an
Laut dem Gouverneur des Gebiets Cherson Wladimir Saldo setzt das ukrainische Militär seine Angriffe auf die Zivilbevölkerung am linken Dnjepr-Ufer fort. In den vergangenen 24 Stunden kamen laut Saldo bei Attacken auf vier Ortschaften Artillerie und Drohnen zum Einsatz. Insgesamt feuerten Kiews Kämpfer 40 Geschosse ab.
Es wurden vier Zivilisten verletzt, gibt Saldo bekannt. Ein Privathaushalt sei zerstört und ein weiteres Wohngebäude beschädigt worden.
In einer Siedlung sollen Stromleitungen getroffen worden sein, sodass alle umliegenden Ortschaften ohne Strom geblieben seien. Die zuständigen Dienste seien dabei, die Versorgung wiederherzustellen.
14:58 Uhr
Andrzej Duda: Keine Einigkeit unter NATO-Mitgliedern über Ukraine-Beitritt

Andrzej Duda und Wladimir Selenskij vor einer Sitzung des Ukraine-Gipfels in Bürgenstock am 15. Juni 2024ALESSANDRO DELLA VALLE / POOL / AFP Unter den NATO-Staaten gibt es Meinungsverschiedenheiten über die mögliche Mitgliedschaft der Ukraine in der Allianz. Dies erklärte der polnische Präsident Andrzej Duda während einer Sitzung des polnischen Nationalen Sicherheitsrates am Montag.
"Leider deutet alles darauf hin, dass es nicht möglich sein wird, das zu erreichen, was ich persönlich in den vergangenen Monaten seit dem letzten NATO-Gipfel für die Ukraine angestrebt habe, nämlich eine offizielle Einladung, der NATO beizutreten. Es gibt hier keine Einheitlichkeit, wenn es um die Allianz geht."
Allerdings betonte er, dass es die Überzeugung gebe, den Prozess in Richtung Beitritt der Ukraine fortzusetzen. "Solche Entscheidungen müssen getroffen werden, die den Weg der Ukraine zur NATO unumkehrbar machen", sagte Duda.
Diese Aussagen machte der polnische Präsident im Vorfeld des zweitägigen NATO-Gipfels, der am Dienstag in Washington beginnt. Die Hauptthemen der Gespräche werden die Lage in der Ukraine und weitere Möglichkeiten zur Unterstützung Kiews sein.
14:33 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Die Einheiten des Truppenverbands Nord trafen gegnerische Kräfte und Ausrüstung nahe mehreren Ortschaften im Gebiet Sumy. Kiews Militär verlor hierbei bis zu 260 Kämpfer. Darüber hinaus wurden vier Fahrzeuge und eine Selbstfahrlafette vom Typ Akazija zerstört.
Der Truppenverband West nahm günstigere Stellungen ein und eliminierte bis zu 495 ukrainische Armeeangehörige bei Kämpfen in der Volksrepublik Lugansk. Ein Panzer, vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 14 Fahrzeuge, drei Haubitzen, eine Selbstfahrlafette, ein Artillerieaufklärungsradar und drei Waffendepots wurden außer Gefecht gesetzt.
Kräfte des Truppenverbands Süd verbesserten ihre Lage an der Frontlinie. Das ukrainische Militär verlor hierbei mehr als 570 Soldaten. Außerdem wurden neun Artilleriegeschütze, neun Fahrzeuge sowie eine Radaranlage zerstört.
Der Truppenverband Mitte verbesserte seine taktische Lage und wehrte fünf ukrainische Gegenangriffe ab, wobei bis zu 385 ukrainische Soldaten ums Leben kamen. Die Materialverluste beliefen sich für Kiew auf einen Abrams-Panzer aus US-Produktion, drei Fahrzeuge und zwei Haubitzen.
Einheiten des Truppenverbands Ost nahmen günstigere Stellungen ein und fügten dem Gegner Feuerschaden bei zwei Ortschaften in der Volksrepublik Donezk zu. Kiews Truppen verloren hier über 140 Soldaten. Überdies wurden acht Fahrzeuge, ein gepanzertes Kampffahrzeug, zwei Artilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kriegsführung lahmgelegt.
Durch die Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr kamen bis zu 90 ukrainische Soldaten ums Leben. Außerdem wurden fünf Fahrzeuge, zwei Haubitzen und drei Artilleriegeschütze zerstört.
Entlang der Front holte die russische Armee 30 Drohnen vom Himmel. Die Luftverteidigung zerstörte vier in Frankreich hergestellte Lenkbomben vom Typ Hammer und fünf Raketen aus HIMARS-Mehrfachwerfern. Darüber hinaus wurden drei HIMARS-Systeme unschädlich gemacht. Zehn ausländische Fachleute, die diese Systeme gewartet haben, wurden getötet.
13:35 Uhr
Russische Armee greift Militärindustrieanlagen und Luftwaffenstützpunkte in der Ukraine an

Angriff des Raketensystems Iskander auf Einrichtungen der ukrainischen StreitkräftePressedienst des russischen Verteidigungsministeriums / Sputnik Am Montagmorgen haben russische Streitkräfte einen Angriff mit Hochpräzisionswaffen auf Anlagen der ukrainischen Militärindustrie und Militärflugstützpunkte der ukrainischen Luftstreitkräfte ausgeführt. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit.
In einer Erklärung der Behörde in Moskau heißt es, dass das Ziel des Luftangriffs erreicht worden sei. Alle anvisierten Anlagen seien getroffen worden. Weiter stellt das Ministerium fest:
"Die Behauptungen von Vertretern des Kiewer Regimes über einen angeblich gezielten Raketenangriff durch Russlands Luftstreitkräfte auf zivile Einrichtungen treffen nicht zu."
Zahlreiche Fotos und Videoaufnahmen aus Kiew bestätigten, dass die Schäden an den genannten zivilen Einrichtungen durch den Absturz einer ukrainischen Flugabwehrrakete entstanden seien, die von einem Flugabwehrraketensystem innerhalb der Stadt abgefeuert worden sei.
Moskau weist damit Medienberichte zurück, wonach die russischen Luftstreitkräfte ein Kinderkrankenhaus in Kiew angegriffen hätten. Dabei hätte es 20 Tote gegeben, so westliche Medien unter Berufung auf Angaben Kiews.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.




