Deutschland

Melnyk wie gewohnt charmant: "Endlich kriegt Kretschmer auf die Fresse!"

Er kann es nicht lassen. Nicht nur Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, auch Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel beschimpfte der ukrainische Botschafter in Berlin schroff wegen ihres angeblich "jahrelangen putinfreundlichen Kuschelkurses".
Melnyk wie gewohnt charmant: "Endlich kriegt Kretschmer auf die Fresse!"Quelle: www.globallookpress.com © Stefan Puchner

Auch im Endspurt seiner Diplomatenkarriere hat sich der noch amtierende ukrainische Botschafter, Andrei Melnyk, in seiner einzigartigen Art zu Wort gemeldet. Nach dem verbalen Angriff des früheren Ostbeauftragten der Bundesregierung und sächsischen CDU-Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf, Marco Wanderwitz, auf seinen eigenen Parteichef, Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, twitterte Melnyk am Mittwoch:

"Endlich kriegt Putin-Fan & Russland-Anbeter @MPKretschmer in die Fresse auch aus den eigenen Reihen der @cdusachsen"

Melnyk wandte sich auch direkt an Wanderwitz, schrieb: "Danke lieber Marco Wanderwitz für Ihre klaren Worte" und lud den Chemnitzer CDU-Bundestagsabgeordneten nach Kiew ein.

Anlass ist ein Interview in der Leipziger Volkszeitung, in dem Wanderwitz Kretschmer wegen seines vermeintlich russlandfreundlichen Kurses scharf kritisiert hatte.

Kretschmer sei demnach ein "Geisterfahrer, der aber glaubt, nicht er, sondern alle anderen würden in die falsche Richtung fahren", so Wanderwitz. Gleichzeitig betonte er:

"Ohne Michael Kretschmers Position hätten wir kein 'Russland-Problem' in der CDU. Dann könnte man uns nicht vorwerfen, auch wir hätten einen dezidierten Russland-Versteher in unseren Reihen."

Bereits am Mittwochmorgen ließ Melnyk auch keinen Respekt gegenüber Ex-Kanzlerin Angela Merkel erkennen. Mit Verweis auf einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung twitterte er:

"Kaum zu fassen:die Ex-Kanzlerin,die mit ihrem jahrelangen putinfreundlichen Kuschelkurs Moskaus Aggression gegen die Ukrainer möglich machte, philosophiert schamlos darüber,'wie so etwas wie Beziehungen zu uns mit Russland wieder entwickelt werden können'"

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