
311 Kilo Kokain und Selenkij-Fotos: FSB nimmt Russen fest

Im Gebiet Moskau hat die russische Sicherheitsbehörde FSB einen Russen festgenommen, der an der Organisation eines internationalen Kanals für die Lieferung großer Kokainmengen aus Lateinamerika in die Europäische Union beteiligt gewesen sein soll. Dies teilte das Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit des FSB mit:

"Im Zuge der durchgeführten Maßnahmen wurde der Drogenschmuggler beim Transport einer besonders großen Drogenlieferung von Mitarbeitern des russischen FSB auf frischer Tat festgenommen. Aus dem illegalen Verkehr wurden 311,6 Kilogramm Kokain sichergestellt."
Bei dem Festgenommenen handelt es sich demnach um einen arbeitslosen russischen Staatsbürger des Jahrgangs 2001. Er soll zu den aktiven Mitgliedern einer organisierten kriminellen Gruppierung gehört haben, die sich auf den kontaktlosen Verkauf von Betäubungsmitteln in besonders großem Umfang über das Darknet spezialisiert hat.
Die FSB hat Aufnahmen der Festnahme veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie Einsatzkräfte ein Fahrzeug stoppen, den Mann aus dem Wagen ziehen, zu Boden bringen und ihm Handschellen anlegen. Anschließend holen sie aus dem voll beladenen Kofferraum Taschen mit Drogen und legen die Kokainbriketts aus.
Auf einigen der sichergestellten Pakete befinden sich Fotos des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenkij. Darauf ist der junge Selenkij mit erhobenem Daumen zu sehen. Über seinen Augen sind Dollarzeichen angebracht, darunter steht die Aufschrift "2026".
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren nach Artikel 30 Absatz 3 und Artikel 228.1 Absatz 5 des russischen Strafgesetzbuches eingeleitet. Dabei geht es um den Versuch, Betäubungsmittel in besonders großem Umfang zu verkaufen. Ein Gericht ordnete Untersuchungshaft an. Die operativen Ermittlungen und strafrechtlichen Untersuchungen dauern nach Angaben des FSB an.
Der Fall reiht sich in mehrere größere Kokainfunde in Russland ein. Bereits im Sommer wurden im Hafen von Sankt Petersburg 500 Kilogramm Kokain entdeckt. Die Drogen waren in einer legal eingeführten Ladung aus Ecuador versteckt, und zwar in tiefgefrorenen, ausgenommenen Thunfischkörpern.
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